Die Helikopter der AGVA

 

Die Bell 206 ist eine Hubschrauberfamilie der US-Herstellerfirma Bell Helicopters. Die Bell 206 und ihre Weiterentwicklungen sind bis heute der wohl kommerziell erfolgreichste Zivilhubschrauber. Bei der Bell 206L LongRanger handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Bell 206B JetRanger. Erste Prototypen entstanden 1963, die militärische Variante Bell OH-58 wurde ein Standardhubschrauber der US-Army. Auf dem zivilen Markt gab es die Bell 206 seit 1967. Die Bell 206L absolvierte ihren Erstflug am 11. September 1974. Im Gegensatz zur „JetRanger“ wurde die Kabine um 64 cm verlängert (zu erkennen an den drei statt zwei Seitenfenstern) sowie ein Dämpfungssystem gegen die Vibration im Flug eingebaut. Die Bell 206L-3 ST besitzt zusätzlich eine zweite Turbine, die beim Starten und Landen sowie im Notfall zum Einsatz kommt. Seit 1980 wird mit der Bell 206 TexasRanger auch eine militärische Version angeboten, für die sich jedoch im Gegensatz zur Bell 206B JetRanger bisher noch kein Kunde gefunden hat.
Bezeichnung Typerating Gruppe B
Bell 206B Updateinformation n/a

 

Der EC 135 ist ein leichter zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber. Er wurde vom Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB)-Konzern entwickelt, der später in Eurocopter Deutschland aufging. Sein Einsatzgebiet liegt hauptsächlich in der Luftrettung und als Polizeihubschrauber oder bei vergleichbaren paramilitärischen Aufgaben. Er wird zunehmend auch zur Ausbildung und Schulung von Piloten verwendet, beispielsweise in der Bundeswehr oder den japanischen Luftselbstverteidigungsstreitkräften. Er ist auch unter der Bezeichnung EC635 als militärische Ausführung erhältlich; ein bisher von der Schweiz, Jordanien und der Luftwaffe des Irak georderter leichter Kampf-, Transport- Beobachtungs- und Schulungshubschrauber. Entwicklungsgeschichtlich stammt der EC 135 von der Messerschmitt-Bölkow-Blohm MBB BO 105 ab. Auf deren Basis wurde in den 1980er-Jahren das Modell BO 108 entwickelt, das ursprünglich nur als Demonstrationsmodell für neue Technologien dienen sollte. Hier kamen hauptsächlich die Fly-by-wire-Steuerung und ein neuer gelenk- und lagerloser Hauptrotor hinzu, der die störenden und materialermüdenden Vibrationen auf ein Minimum reduziert, dabei agil reagiert und verhältnismäßig leise ist. Die Gelenke konnten durch verwindungsfähige GFK-Blätter eingespart werden. Bemerkenswert ist außerdem, dass die Zelle des Hubschraubers EC 135 zum größten Teil aus CFK gefertigt ist. MBB brachte den BO-108-Prototypen in das 1992 gegründete Unternehmen Eurocopter mit ein. Inzwischen sah man für einen auf der BO 108 basierenden Helikopter gute Marktchancen, so dass die alten Konstruktionspläne wieder aus den Schubladen geholt wurden. Der französische Teil von Eurocopter (ehem. Aérospatiale) steuerte den neuen Fenestron-Heckrotor bei, der nochmals eine deutliche Geräuschreduzierung und einen Sicherheitsgewinn versprach, da freistehende rotierende Teile entfielen. Am 15. Februar 1994 hob die mit dem neuen Heckrotor ausgerüstete BO 108-A1 als erster Hubschrauber der neuen Bauserie EC 135 in Ottobrunn zu ihrem Erstflug ab. 1996 lief dann die Serienproduktion an. Der Helikopter ist mit 86 dB nur geringfügig lauter als der EC 130.
Bezeichnung Typerating Gruppe B
Eurocopter EC135 Updateinformation n/a

 

Die Aérospatiale AS 332 ist ein Hubschrauber des französischen Herstellers Aérospatiale, heute Eurocopter. Die AS 332 wird sowohl militärisch mit dem Beinamen „Cougar“ als auch zivil als „Super Puma“ verwendet. Sie basiert auf der Aérospatiale SA 330, ist jedoch ein vergrößerter Entwurf, dessen Erstflug am 13. September 1978 durchgeführt wurde. Die neueste zivile Variante ist die EC 225, sie ist mit einem klappbaren fünfblättrigen Hauptrotor anstatt des vierblättrigen ausgerüstet und weist ein erhöhtes Abfluggewicht auf. Von dieser Version existiert auch eine militärische Variante, die EC725 Cougar. Die Maschine wurde ein großer wirtschaftlicher Erfolg für den Hersteller. Es wurden insgesamt 37 Streitkräfte mit dem Typ ausgerüstet, zudem ist sie bei etwa 1000 zivilen Betreibern im Einsatz; dort hauptsächlich bei der Ölförderung in Küstennähe oder über offener See (engl. Offshore)eingesetzt. Sie wird in der militärischen Variante als Eurocopter „Cougar“ vertrieben. In Deutschland wurde die zivile Version „Super Puma“ (Puma AS 332 L1) für den Bundesgrenzschutz angeschafft und ist bis heute bei dessen Nachfolgeorganisation – der Bundespolizei – im Einsatz. Die militärische Version „Cougar“ wird von der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums verwendet. In beiden Fällen dienen diese Hubschrauber in erster Linie dem Transport von Mitgliedern der Verfassungsorgane, sie werden aber auch im Such- und Rettungsdienst, im Katastrophenschutz und für humanitäre Hilfeleistungen eingesetzt. Die EC725 ist der erste militärische Eurocopter, der seit 1990 auch als CSAR-Hubschrauber für Rettungsflüge in Kampfzonen ausgestattet ist; diese Version wurde in Frankreich als Caracal eingeführt.
Bezeichnung Typerating Gruppe F
A 332 MI Super Puma Updateinformation n/a

 

Die Aérospatiale SA 330 Puma ist ein mittlerer Transporthubschrauber. Er entstand in Zusammenarbeit des französischen Herstellers Aérospatiale und des britischen Herstellers Westland. Der SA 330 Puma wurde ursprünglich entwickelt, um die Anforderungen der französischen Streitkräfte nach einem neuen mittleren allwettertauglichen Hubschrauber zu erfüllen. Er sollte in der Lage sein, in verschiedenen Klimazonen Tag- und Nachteinsätze fliegen zu können. 1967 entschied sich die britische Royal Air Force ebenfalls für den SA 330 und gab ihm die Bezeichnung Puma HC Mk. 1. Aufgrund dieses Kaufentscheides wurde der SA 330 Teil einer Produktionskooperation zwischen Aérospatiale und Westland Helicopters. Der Erstflug des ersten Prototyps fand am 15. April 1965 statt. Daraufhin wurden noch 6 Vorserienmodelle gefertigt, bevor das erste Serienmodell im September 1968 zu seinem Erstflug startete. Am 25. April 1978 wurde der Type SA 330J als erster Hubschrauber außerhalb der Sowjetunion als allwettertauglich eingestuft. Er durfte auch bei Vereisungsgefahr starten. Die Produktion lief bis 1987. Insgesamt wurden 697 Maschinen verkauft, darunter auch an den Bundesgrenzschutz. Die Produktion wurde mit dem verbesserten Aérospatiale SA 332 Super Puma fortgesetzt, der ebenfalls beim Bundesgrenzschutz und dessen Nachfolgeorganisation, der Bundespolizei, verwendet wird. Varianten des SA 330 wurden bei der Denel Aviation of Southafrica (Südafrika), bei der ICA (Rumänien) und bei der IPTN (Indonesien) gefertigt, teilweise in Lizenz.
Bezeichnung Typerating Gruppe F
Puma SA330J Updateinformation n/a

 

Die seit 1973 gebaute Robinson R22 ist ein Hubschrauber des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Robinson Helicopter. Die Konzeption sah einen einfachen, leichten und kostengünstigen Hubschrauber für Schulungs- und Überwachungszwecke sowie die private Nutzung vor. Er wird aktuell in der Version R22 Beta II hergestellt.
Die R22 wird nicht wie heute im Hubschrauberbau üblich mit Wellenturbinen, sondern über einen konventionellen Kolbenmotor des Herstellers Lycoming angetrieben. Da jedoch ein Kolbenmotor im Gegensatz zur einer Freilaufturbine nicht unter Kraftschluss mit dem Rotorsystem angelassen werden kann, wurde der Einsatz einer lösbaren Kupplung notwendig, um für den Anlassvorgang Antrieb und Last zu trennen.
Bezeichnung Typerating Gruppe A3
Robinson R22 Updateinformation n/a

Quelle für Texte: Wikipedia / Lizenz

 

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